Ein Haus in Afrika - Königshaus in der Kritik
Den Haag. CK/VK/NRC/Trouw/Spiegel. 6. Oktober 2009. Ein Ferienhaus in Mosambik, Diskussionen über Gehaltserhöhungen zu Zeiten der Rezession und Gelder im Steuerparadies Guernsey: Zwei Tage bevor die Zweite Kammer über den Etat der "Oranier" berät, gerät das niederländische Königshaus zunehmend in die Kritik.
Ins Kreuzfeuer geraten sind insbesondere die Pläne von Prinz Willem-Alexander, ein Ferienhaus in Mosambik zu errichten. Bereits seit längerem investiert der Kronprinz privat, gemeinsam mit anderen Investoren, in den Bau eines Feriendomizils auf der afrikanischen Halbinsel Machangulo. Dem Immobilienprojekt wurde zuletzt jedoch Korruption, Umweltverschmutzung und unzureichende Investierung in die lokale Bevölkerung nachgesagt. Das Königshaus distanzierte sich nach dem Bekanntwerden dieser Vorwürfe von den Unregelmäßigkeiten in der Projektdurchführung, den Bau der Villa einstellen will es jedoch nicht. Dies fordert jedoch der sonst königstreue Bund der Oraniervereinigungen vom Kronprinzen: Als zukünftiges Staatsoberhaupt sei es "eine unglückliche Wahl", sein Feriendomizil in einem armen Land wie Afrika erbauen zu lassen, so Vorsitzender Michiel Zonnevylle. Auch in Regierung und Parlament werden die kritischen Stimmen lauter: Die Regierungsparteien ChristenUnie und die sozialdemokratische "Partij van de Arbeid" fordern eine eingehende Untersuchung des Ferienhausprojekts. Foto: Prinz Willem-Alexander, Quelle: Koninklijk Huis Mehr Informationen

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